Mehr Schutz, weniger Stau

Die Rolle des Carsharing in Zeiten von Corona

Die Corona-Pandemie hat großen Einfluss auf unser Mobilitätsverhalten. Die individuelle Risikowahrnehmung wird zu einem entscheidenden Kriterium für die Wahl des Verkehrsmittels. Nachdem über den Sommer viele Fahrgäste in den ÖPNV zurückgekehrt sind, wird Flexibilität angesichts steigender Fallzahlen und zunehmender Unsicherheit erneut von großer Bedeutung sein.

In Wie weiter nach dem Lockdown? argumentieren wir, dass Kund*innen bei steigenden Infektionszahlen auf Verkehrsmittel umsteigen könnten, die sie als risikoärmer wahrnehmen. Die Studie sprach sich daher für den Ausbau multimodaler Angebote aus. Carsharing ist ein wichtiger Teil solcher breit aufgestellten, multimodalen Verkehrssysteme. Gemeinsam mit dem Carsharing-Dienst SHARE NOW untersuchen wir das Nutzungs- und Buchungsverhalten in den ersten Monaten der Corona-Pandemie, um zu lernen, wie sich Mobilität in Zeiten von Corona verändert.

Unsere Kernergebnisse sind:

  • Carsharing hilft, das Dilemma zwischen individueller Risikovorsorge und gesellschaftlicher Stauproblematik aufzulösen. Menschen haben kurzfristig Zugang zu einer als risikoarm empfundenen Mobilitätsoption – dem Auto –, ohne sich langfristig an einen privaten PKW binden zu müssen. Dies lässt sie später einfacher in den ÖPNV zurückkehren
  • Die Nachfrage nach Carsharing war weniger stark von der Krise betroffen und hat sich schneller wieder erholt als die ÖPNV-Nachfrage. Anfang Juli überstiegen die gebuchten Minuten sogar das Vorkrisenniveau.
  • Die Carsharing-Nutzung verlagerte sich während der Krise in städtische Randgebiete und weg von den Stoßzeiten.

Lesen Sie die vollständige Studie hier

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